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Blarer Schloss – Ein Zeichen fürstlicher Familienmacht

Das Blarer Schloss in Aesch ist ein imposantes Zeugnis der spätmittelalterlichen Baukunst. Es wurde um 1606 im Auftrag von Fürstbischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee erbaut. Der Fürstbischof beauftragte seinen Neffen Wilhelm Blarer mit der Erbauung des Schlosses.

Das Blarer Schloss nach einer Zeichnung von Emmanuel Büchel vom Jaher 1754 im Kupferstichkabinett Basel

Das Schloss als Sitz des Vogtes

Wolfgang Dietrich Blarer, der Bruder des Bischofs, spielte eine bedeutende Rolle in der Verwaltung der Ländereien. Das Schloss diente Anfang des 16. Jahrhunderts als Residenz der adeligen Familie Blarer von Wartensee. Die markanten Mauern und die Architektur zeigen die Bedeutung des Schlosses in der Region. Wolfgang Dietrich Blarer verlegte nach der Aufgabe von Schloss Pfeffingen im Jahr 1740 seinen Wohnsitz in das Blarer Schloss. Fortan beherbergte es den Vogt der Vogtei Pfeffingen.

Architektonische Merkmale

Der Bau vereint Elemente von Wehr- und Wohnarchitektur. Ein runder Treppenturm, spätgotische Fenster und eine mächtige Umfassungsmauer prägen das Erscheinungsbild. Im Laufe der Jahrhunderte blieb die beeindruckende Architektur weitgehend erhalten, auch wenn das Schloss später einigen Veränderungen unterzogen wurde.

Wandel und Erhalt

Nach dem Tod von Fürstbischof Jakob Christoph Blarer verfiel das Schloss allmählich. Im 18. Jahrhundert erfolgten Umbauten. Mit der Helvetischen Revolution 1798 verlor das Schloss seine ursprüngliche Bedeutung. 1851 erwarb die Gemeinde Aesch die Anlage von der Familie von Blarer. Das Schloss wurde als Schulgebäude und Verwaltungssitz genutzt. 1986 wurde das Schloss renoviert. Der Schlossgarten wurde im französischen Stil neu angelegt. Heute beherbergt es die Gemeindeverwaltung.